Borussen-Stuten

der Frauenfanclub

 
   

Deutsche Meisterschaft der Borussia-Fanclubs 2006 in Emmerich

Brüggen: Freitag, 14.07.2006, 11:00, die Sonne knallt! Treffpunkt an der Basis der Stuten in Brüggen. Pünktlich um elf erreichte uns, das heißt Astrid und mich (Silke) auch der extra organisierte Sieben-Sitzer von Julias Großeltern. Der war auch bitter nötig, wenn fünf Frauen zum Zelten fahren, denn wo soll denn sonst der Fön, das Sortiment Kosmetika, Handtücher, Klamotten, Decken, Zelte, Schuhe und was man sonst noch so braucht verstaut werden. Mit geringer Verspätung trafen auch Anke und Sabine ein. Leider aber nicht unsere neuen Club-Shirts. Da hatte sich die Post mal wieder Zeit gelassen. Ok, dann wurde eben entschieden, dass es auch ohne die Shirts geht. Also, noch schnell nen Kaffee und ein Zigarettchen, und "auf geht`s"! Der Wagen wurde beladen und wir haben die Strecke geplant, ein bisschen durch Holland, aber das sollte klappen. Auf der Autobahn dann überlegten wir schon, ob wir denn wohl das große Zelt aufgestellt bekommen. Aber da wir ja den Mut nicht verlieren, haben wir uns eben eingeredet, dass das schon irgendwie klappt. Nach einer gut einstündigen Fahrt erreichten wir unser Ziel: Emmerich. (Kurze Essenspause bei Mc Donald musste sein.) Dann kurz vor der Sportanlage hielten wir noch eben bei einer Tanke, Kippen kaufen. Ok, Anke meinte es gut mit uns und beschenkte uns alle mit lustigen Kaugummis. Da sauer lustig macht, hatten wir alle Spaß, besonders nach Astrids Geständnis: "Blasen konnte ich noch nie!". Was immer sie uns damit sagen wollte. Aber sicherlich nur, dass sie kein Kaugummiblasen-Profi ist. Bestimmt! Gut, endlich dann am Ziel entluden wir den Wagen und suchten nach einem geeigneten Platz zum wohnen. Nicht so einfach, einen Platz zu finden, wo uns keine Tennispaltzsprenkler treffen, wir nicht im Berg schlafen müssen und keiner über unser Zelt fällt. Aber die Borussenfreunde aus Essen fanden einen netten Platz für uns. Und da wir scheinbar so freundlich waren, bauten die netten Jungs auch gleich unser großes Zelt auf. Wunderbar - das hätten wir geschafft. Da die Sonne mittlerweile richtig warm auf uns schien und wir nicht mal ein kleines Schattenplätzchen hatten, kühlten wir uns von innen mit reichlich Bier und von außen mit dem erfrischenden Nass der umhersprengenden Rasensprenger. Dank der Sonne und des Bieres wurden wir schnell ein wenig lustig und der Tag ging in die Lande. Als kleiner Snack zwischendurch dienten die dort erhältlichen hervorragenden Specklappen. Lecker! Wir halfen unseren neuen Freunden noch ein wenig bei Ihren Trainingseinheiten, mit weniger großem Erfolg. Denn außer blauen Flecken und zwei Toren haben wir nicht viel erreicht. Die Jungs wollten von uns auch scheinbar nichts mehr lernen, sonst hätten Sie am folgenden Tag bessere Leistungen gezeigt.

Im Schutz der Dunkelheit flüchteten sich dann Teile von uns aus dem Sitzlager vor unserem Zelt zum Teil ins Partyzelt und zum Teil ins Schlafzelt. So verteilten wir uns über das gesamte Gelände. Wir hatten den Plan noch ein bisschen Karaoke zu singen, aber unseren Aufruf haben wir verpasst. War wohl bestimmt besser so. Denn ich denke nicht, dass wir schön gesungen hätten. Schließlich haben wir dann lieber dabei geholfen, die Sangria der anderen schnellst möglich zu leeren. Pfui, war das ein Gebräu. Aber hilft alles nichts, so lernte dann die ein oder andere von uns den ein oder anderen Weggefährten näher kennen. Details sind hier aber irrelevant. Samstag morgen, 05:30 Uhr. Weckruf! (Wenn ich Dich erwische!!!!) Zum Kaffeekranz rief Flinke Zunge und natürlich waren dann alle dort versammelt. Leider genau neben meinem Ohr, aber meine verzweifelten Rufe nach Ruhe wurden nicht erhört. Aber die nach Kaffee und Aspirin. Das weckte dann die Lebensgeister zumindest eingeschränkt. Auch die Borussenfreunde aus Essen leisteten uns Gesellschaft bei diesem geselligen Frühstück. Irgendwann erblickten unsere müden Augen auch Zahn, wie er aus seinem Zelt krabbelte und das Tageslicht erblickte. Aus seiner Sicht aber war eine Dusche an diesem Morgen oder sogar an diesem Wochenende nur Zeitverschwendung: "Duschen, ne das lohnt sich nicht." Nur gut, dass wenigstens die meisten übrigen Leute sich gewaschen haben. Anschließend erfrischten wir uns allesamt unter einer leider kalten Dusche. Aber waren dann fit genug, die Borussenfreunde und ein paar andere Teams tüchtig anzufeuern. Mit mal mehr, mal weniger Erfolg. Als und der Hunger dann packte, machten wir einen Ausflug in die Emmericher Innenstadt und genehmigten uns dort eine Pizza. Das war eine Wohltat für jede von uns. Herrlich! Mit vollen Bäuchen ging es dann zurück ins Camp und das Bier schmeckte schon wieder.Aber dann hat der Wettergott es nicht gut gemeint und es fing an zu regnen. Egal! Denn wir bauten schnell die Innenzelte ein und brachten all unser Hab und Gut in Sicherheit. Als wir fertig waren hörte es natürlich auch wieder auf, aber besser so als anders herum. Nach der ein oder anderen Kniffel-Runde, bei der Anke die rettende Erkenntnis hatte, dass der Unterschied zwischen Yatzee und Kniffel, die grundverschiedene Schreibweise ist, schritten Anke und Sabine zu neuen Taten ins Party-Zelt. Julia, Astrid und ich vergnügten uns mit Bierchen bei den Jungs. Bis wir dann heimlich ins Bett flüchteten. Aber der Plan sollte schief gehen. Nach kurzem Gibbeln und Lachen vor dem Zelter klang in deutlichem Bass die Melodie: "Holt die Stuten raus, holt die Stuten raus... Holt die...." Danke Jungs! Sie klauten dann Astrid samt Schlafsack und verschleppten sie zu weiteren Bieren an den Tisch. Und nach "eine kommt noch, eine kommt noch raus...." hatten auch Julia und ich keine Wahl mehr. Weiter gings. Noch ein Bier und noch eins. Später durften wir dann aber doch noch zu Bett.

Sonntag: 07:00 Uhr! LÄRM! Auch diese Nacht fand ihr jähes Ende. Aber das sollte auch die letzte sein. Uns allen taten die Knochen weh, die guten Betten von daheim fehlten einfach. Aber gut, erst einmal was essen und dann arbeiten, Zelt abbauen. Das Frühstück schoben wir dann lieber doch hinter das Abbauen und hinter die Dusche. Nur Kaffee vorher, aber das musste auch sein. Abbauen war deutlich anstrengender als aufbauen, denn das mussten wir alleine hinbekommen. Erst beim falten des Zelts bekamen wir wieder die bitter benötigte Hilfe. Denn das Zelt war natürlich gewachsen am Wochenende. So sah es zumindest aus. Aber es hat uns nur getäuscht. Passte doch in die Tasche wieder hinein. Blödes gemeines Zelt! Sabine reichte uns dann zum Frühstück wunderbare Häppchen, perfekt. Nach dem opulenten Mahl ruhten wir uns dann erst mal aus. Julia, Astrid und ich entschieden uns gegen die Teilnahme an der Siegerehrung, Anke und Sabine hatten die Nierser-Jungs, die das Angebot machten, die Damen heim zu fahren. So trennten sich unsere Wege an dieser Stelle. Wir drei erreichten glücklich die Heimat und das wohlverdiente Bett, die beiden Ladies kamen dann aber auch noch gut nach hause. Sie hatten noch einen letzten lustigen Tag an diesem wunderschönen Wochenende.

Danke dafür an die Organisatoren, die Borussenfreunde-Essen, die Nierser-Jungs, den Motorrad-Jungen und die Jungs und Mädels vom roten Kreuz, die meinen Fuß immer wieder verbunden haben. Und natürlich an Euch, Stuten! "Und weiße watte bis? lügen tuße, dat bisse!" Nächstes Jahr spielen wir auch!

 
   
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